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Sind Sie als Ausbilder geeignet? [Selbsttest]

Selbsttest Eignung Ausbilder
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Haben Sie sich schon einmal überlegt selbst die Rolle des Ausbilders zu übernehmen?

Im Rahmen dieses Artikels, können Sie ermitteln, ob diese Aufgabe für Sie geeignet ist.

Das Ausbildungssystem in Deutschland sieht vor, dass Auszubildende für die Dauer ihrer Lehrzeit einen kompetenten Ansprechpartner an die Hand bekommen, der sie fachlich und persönlich beim Start ins Berufsleben unterstützt.

Wir informieren Sie über das, was Sie als Ausbilder erwartet.

So können Sie überprüfen, ob Sie diese Herausforderung wagen möchten.

Aufgaben eines Ausbilders

Der Ausbilder ist gewissermaßen das Gegenstück zu den Berufsschullehrern.

Während letztere den Auszubildenden mit dem theoretischen Grundwissen vertraut machen, sind Sie der richtige Ansprechpartner für alle Praxisfragen.

Sie sollten „Ihrem“ Auszubildenden die nötigen Fähigkeiten vermitteln, damit dieser selbstständig und mit Eigeninitiative die ihm übertragenen Aufgaben übernehmen kann.

Dafür ist es erforderlich, dass Sie bereits über ein gewisses Maß an Berufserfahrung verfügen.

Schließlich wird Sie der Auszubildende regelmäßig mit Fragen konfrontieren.

Es ist wichtig, dass Sie diese schnell beantworten können und nur in seltenen Fällen externe Hilfe einholen müssen.

Andernfalls würde Ihr Arbeitstempo darunter leider und auch die Produktivität des Auszubildenden wäre vermutlich nicht zufriedenstellend.

Die rechtlichen Grundlagen

Um als Ausbilder tätig werden zu können, müssen Sie eine Prüfung vor der IHK ablegen und Ihre Eignung als Ausbilder unter Beweis stellen.

Alle relevanten Informationen zu diesem Thema, haben wir in unserem Guide zum Ausbilderschein ausführlich beschrieben.

Nachdem Sie die Prüfung erfolgreich abgelegt haben, verfügen Sie über eine Ausbildungsbefähigung.

Um auch tatsächlich die Ausbildungsberechtigung zu erlangen, müssen Sie Ihre Fähigkeiten in dem Gebiet nachweisen, in dem Sie als Ausbilder tätig sein möchten.

Haben Sie dies geschafft, dürfen Sie nun offiziell als Ausbilder für Auszubildende eingetragen werden.

Neben der fachlichen Qualifikation ist jedoch auch vor allen Dingen Ihre Sozialkompetenz gefragt.

Die Ausbilder-Checkliste: 5 Fragen an Sie

Wir haben im Folgenden eine Checkliste zusammengestellt, damit Sie selbst testen können, ob der Job des Ausbilders für Sie infrage kommt.

Grundsätzlich gilt:
Sollten Sie alle oder den Großteil der Fragen eher mit „Ja“ als mit „Nein“ beantworten, scheinen Sie ideal für die Aufgabe geeignet zu sein.

Frage 1: Sind Sie ein Experte auf Ihrem Gebiet?

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder?

Wie wollen Sie jemanden etwas beibringen, wenn Sie selbst nur über rudimentäre Kenntnisse in einer Fachrichtung verfügen.

Aber: Sie müssen natürlich nicht jede Feinheit und Spezifikation auswendig kennen.

Wichtig ist, dass Sie dem Auszubildenden schnell und kompetent helfen können, wenn er eine Frage hat.

Das bringt uns bereits zum nächsten Punkt…

Frage 2: Können Sie gut erklären?

Etwas selbst zu wissen bedeutet noch nicht zwangsläufig, dass Sie dieses Wissen auch an andere vermitteln können.

Sie müssen zudem bedenken, dass der Auszubildende in der Regel nur wenig Vorwissen auf deinem Fachgebiet mitbringt.

Versuchen Sie einmal jemanden (z.B. Eltern, Geschwistern oder Freunden) etwas aus deinem Berufsalltag zu erläutern.

Wenn Ihnen das gelingt, besitzen Sie unter Umständen gute pädagogische Kompetenzen.

Haben Sie selbst im privaten Umfeld schon Schwierigkeiten mit der Vermittlung von Wissen, kann dies zu einem echten Problem werden.

Viele Auszubildende beklagen sich darüber, dass ihr Ausbilder sie fachlich nicht genug unterstützt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie dies zuverlässig leisten können, werden Sie Ihren Auszubildenden mit Sicherheit zufriedener stellen, als die meisten anderen Ihrer Ausbilder-Kollegen.

Frage 3: Sind Sie geduldig?

Klar. Es gibt mit Sicherheit echte Überflieger-Auszubildende, die bereits nach wenigen Wochen völlig autonom arbeiten und eine gute Note nach der Nächsten aus der Berufsschule mitbringen.

In diesem Fall ist der Job als Ausbilder für dich eher eine leichte Aufgabe.

Für viele Auszubildenden ist der Umstieg von der Schule aufs Berufsleben aber ein ziemlich harter Umstieg.

Versetzen Sie sich mal in einen Auszubildenden hinein und Sie werden merken, dass es eine ganze Reihe an Dingen gibt, die sich für ihn ändern.

Darunter fallen unter anderem:

  • viele neue Gesichter/Kollegen
  • ein neues Aufgabengebiet
  • eigenes Handeln und Arbeiten statt Frontalunterricht
  • evtl. private Umstellungen durch einen Umzug von Zuhause / Wechsel der Stadt

Auszubildende durchleben oftmals also einen intensiven Wandel in ihrem Leben.

Da kann es durchaus vorkommen, dass die Arbeitsleistung und das Verständnis für die theoretischen Grundlagen in den ersten Wochen (ggf. auch Monaten) nicht ihr maximales Niveau erreichen kann.

Hier müssen Sie also geduldig an die Sache herangehen und den Auszubildenden so gut es geht unterstützen.

Frage 4: Sind Sie gewissenhaft?

Es gibt Menschen, die haben sich ihr eigenes System geschaffen.

Wo andere ein Durcheinander sehen, fühlen sich diese Personen extrem wohl und können produktiv arbeiten.

Egal ob Sie ein Ordnungsfreak sind oder Ihre Ordnung aus dem gepflegten Chaos ziehen – Sie müssen gut organisiert sein um den Job des Ausbilders zu übernehmen.

Wenn Sie in Ihrer jetzigen Position extrem gestresst sind und schon alleine kaum die anfallenden Aufgaben bewältigen können, sollten Sie sich nicht noch eine weitere, große Verpflichtung aufhalsen.

Als Ausbilder werden Sie zwangsläufig etwas weniger Zeit für dein Alltagsgeschäft einplanen müssen, da Sie Ihren Auszubildenden betreuen müssen.

Wenn Sie meinen, dass Sie diese Tätigkeit noch nebenher schaffen, steht Ihrer Karriere als Ausbilder nichts im Wege.

Frage 5: Sind Sie durchsetzungsstark?

Sie verfügen über Fachwissen und können dieses auch vermitteln, sind geduldig und gewissenhaft?!

Doch was nützen diese Eigenschaften, wenn Ihr Auszubildender Ihnen letztlich auf der Nase herumtanzt?

Als Ausbilder müssen Sie auch durchsetzungsstark sein und – sofern nötig – disziplinarische Maßnahmen ergreifen.

Hier sollten Sie das richtige Maß finden.

Nicht jedes kleine Vergehen sollte gleich eine Bestrafung nach sich ziehen.

Summieren sich jedoch die Fehlhandlungen des Auszubildenden, ist unter Umständen ein deutliches Gespräch erforderlich.

Auf der anderen Seite dürfen Sie aber auch nicht vergessen, Ihren Auszubildenden für seinen Fortschritt zu loben.

Der bekannte Mental-Coach Anthony Robbins hat einmal gesagt, dass Menschen, die unter Druck gesetzt werden, niemals Höchstleistungen vollbringen werden.

Achten Sie also darauf, dass Sie ein gesundes Maß zwischen Lob und Tadel finden.

Als kleines Extra für Sie, haben wir ein Quiz erstellt, mit dem Sie herausfinden können, ob Sie der geborene Ausbilder sind oder eher nicht.

Probieren Sie es aus und beantworten Sie die Fragen – am Ende sehen Sie das Ergebnis.

Fazit – die wichtigsten Eigenschaften eines Ausbilders

Wir hoffen, dass Sie jetzt einen guten Eindruck davon bekommen haben, welche Fähigkeiten als Ausbilder gefragt sind.

In der folgenden Liste haben wir nochmals die wesentlichen Skills zusammengefasst, die Sie mitbringen sollten.

  • 1. fachliches Wissen
  • 2. pädagogische Fähigkeiten
  • 3. Geduld und Durchhaltevermögen
  • 4. eine gute Selbstorganisation und ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit
  • 5. Durchsetzungsstärke und Fairness

Viel Spaß und Erfolg bei Ihrer neuen Aufgabe als Ausbilder!