Ausbildung der Ausbilder: Alle Infos & Lehrgangsanbieter

Ausbildung der Ausbilder

Die Ausbildung der Ausbilder ist die am häufigsten absolvierte berufliche Weiterbildung in Deutschland mit ca. 90.000 Personen pro Jahr, die an der Ausbildereignungsprüfung teilnehmen.

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte zur Ausbildung der Ausbilder.

Wir zeigen Ihnen unter anderem:

  • was es mit der Weiterbildung genau auf sich hat,
  • welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen,
  • was die Weiterbildung kostet oder
  • wie Sie sich am besten auf die Prüfung vorbereiten können

Was ist die Ausbildung der Ausbilder?

Die Ausbildung der Ausbilder ist eine Fortbildung, die alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, um Auszubildende im Unternehmen ausbilden zu dürfen.

Sehr geläufig ist auch die Abkürzung AdA (Ausbildung der Ausbilder).

Am Ende der Ausbildung der Ausbilder steht die Ausbildereignungsprüfung (AEVO Prüfung), die es zu bestehen gilt.

Alle Inhalte der Ausbildung der Ausbilder und der AEVO Prüfung sind gesetzlich geregelt, bundesweit einheitlich und branchenunabhängig.

Sie können den Ausbilderschein also machen, egal ob Sie beispielsweise im technischen oder kaufmännischen Bereich tätig sind.

Nach erfolgreicher Prüfung erhält der Prüfling den sogenannten Ausbilderschein (auch als AdA Schein bezeichnet), der das Bestehen der Weiterbildung bescheinigt

Ausbildung der Ausbilder Voraussetzungen

Es gibt keine Zulassungsvoraussetzungen, um die Weiterbildung zum Ausbilder zu absolvieren.

Jeder kann die Ausbildung der Ausbilder durchführen und wird zur Ausbildereignungsprüfung zugelassen, um den AdA Schein zu machen.

Sie brauchen also keinen bestimmten Schul- oder Berufsabschluss und auch keine Berufserfahrung.

Ein erfolgreicher Abschluss der AdA berichtigt allerdings noch nicht automatisch dazu, Auszubildende selbst ausbilden zu dürfen.

Dazu müssen Sie neben dem Ausbilderschein auch über eine ausreichende fachliche Eignung für Ihren gewünschten Ausbildungsberuf verfügen.

Diese fachliche Eignung können Sie durch eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium in der Fachrichtung des Ausbildungsberufs nachweisen.

Alternativ kann Ihnen die für die Ausbildung zuständige Stelle (z. B. IHK oder HWK) nach einer Überprüfung die fachliche Eignung auch zuerkennen.

Neben der fachlichen Eignung ist auch eine persönliche Eignung als Ausbilder notwendig.

Diese wird in § 29 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) geregelt.

Dort heißt es:

„Persönlich nicht geeignet ist, wer

1. Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf oder

2. wiederholt oder schwer gegen dieses Gesetz oder die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften und Bestimmungen verstoßen hat.“

Die persönliche Eignung wird also grundsätzlich pauschal unterstellt, es sei denn, einer der beiden in § 29 BBiG aufgeführten Punkte trifft auf Sie zu.

Dies wäre der Fall, wenn Sie beispielsweise eine längere Freiheitsstrafe oder bestimmte Vorstrafen vorweisen können.

Weitere Details zum Thema finden Sie im Artikel Ausbilderschein Voraussetzungen.

Lehrgangsanbieter für die Ausbildung der Ausbilder

Neben den IHK’s und HWK’s selbst gibt es auch zahlreiche private Anbieter, die Lehrgänge zur Ausbildung der Ausbilder in Präsenz- und Fernunterricht anbieten.

Die Preise und Lehrgangsdauer unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander – genauso wie die Qualität des Lehrgangs.

Die AEVO Akademie hat ein umfassendes Lernkonzept entwickelt, das Ihnen in Form eines Online-Kurses alle Inhalte der Ausbildung der Ausbilder vermittelt und Sie gezielt auf die Ausbildereignungsprüfung vorbereitet.

Anhand einer langjährigen Erfahrung in der Konzeption von Online-Trainings und im Umgang mit Auszubildenden können wir eine Bestehensquote von über 90 % bei unseren Teilnehmern vorweisen – und das im ersten Anlauf.

Und das Beste: Der Kurs ist so gestaltet, dass Sie sich komplett flexibel vorbereiten können.

Sie können sich alle Inhalte anschauen, wo, wann und so oft Sie wollen, bis Sie Ihre Prüfung erfolgreich bestanden haben.

Darüber hinaus erhalten Sie persönliche Unterstützung und eine individuelle Vorbereitung auf Ihren Ausbilderschein.

Zahlreiche Unternehmen lassen Ihre Mitarbeiter von uns schulen und selbst einige IHK’s empfehlen uns direkt weiter.

Alle Infos zu unserem Ausbilderkurs zur Ausbildung der Ausbilder finden Sie hier (Klicken)

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Aufbau der Ausbildung der Ausbilder

Die Inhalte der Weiterbildung zum Ausbilder sind in vier sogenannte Handlungsfelder untergliedert, die sich thematisch voneinander abgrenzen.

Konkret sind das:

Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
Handlungsfeld 2: Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen
Handlungsfeld 4: Ausbildung abschließen

Innerhalb dieser vier Handlungsfelder erwerben Sie alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die Sie in Ihrer Tätigkeit als Ausbilder benötigen.

Dazu gehört beispielsweise die Ermittlung des Ausbildungsbedarfs, die Erstellung eines Ausbildungsvertrags, die Planung und Durchführung von Unterweisungen oder die Vorbereitung des Auszubildenden auf die Abschlussprüfung.

Auch die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung, die Sie bei Ihrer zuständigen Kammer (IHK / HWK) zum Erwerb des Ausbilderscheins absolvieren müssen, ist Teil der Ausbildung der Ausbilder.

Sie erfahren, wie die Prüfung aufgebaut ist, wo die Inhalte und Schwerpunkte liegen und wie Sie sich gezielt sowohl auf den schriftlichen als auch den praktischen Prüfungsteil vorbereiten können.

Sie sollten beachten, dass die Lehrgangsdauer bei unterschiedlichen Anbietern durchaus unterschiedlich ist.

Einige Anbieter bieten Ihre Lehrgänge beispielsweise als Crashkurs an.

Seien Sie sich darüber im Klaren sein, dass hier oftmals die Zeit für eine ausführliche und intensive Prüfungsvorbereitung fehlt.

Mit dem Ausbilderkurs der AEVO Akademie werden Sie umfassend auf die komplette AEVO Prüfung vorbereitet und erhalten zahlreiche Muster-Vorlagen, Leitfaden mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen auch eine persönliche Unterstützung bei Fragen sowie eine individuelle Durchsicht Ihres Prüfungskonzepts.

Ausbildereignungsprüfung

Die Ausbildereignungsprüfung besteht aus einem schriftlichen und praktischen Prüfungsteil.

In der schriftlichen AEVO Prüfung haben Sie 180 Minuten Zeit, um ca. 70 Multiple-Choice-Aufgaben zu lösen, die Ihnen zu konkreten Fallstudien und Ausgangssituationen gestellt werden.

Die Anzahl der richtigen Antworten wird bei jeder Frage vorgegeben.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn Sie mindestens 50 von 100 maximalen Punkten erreicht haben.

In der praktischen (mündlichen) Prüfung können Sie sich zwischen der Präsentation oder der praktischen Durchführung einer Ausbildungssituation entscheiden, für die sie 15 Minuten Zeit haben.

Das Thema können (kein Muss) Sie an Ihrem Ausbildungsberuf ausrichten.

Sie sollten es so wählen, dass es auch vom Prüfungsausschuss ohne spezifische fachliche Vorkenntnisse verstanden wird.

Dazu bieten sich Ausbildungsthemen aus dem 1. Ausbildungsjahr an.

Im Anschluss an Ihre Präsentation bzw. praktische Durchführung findet ein ebenfalls 15-minütiges Fachgespräch statt, in denen Sie Fragen des Prüfungsausschusses in Bezug zu Ihrer gewählten Ausbildungssituation beantworten.

Um den praktischen Prüfungsteil zu bestehen, sind mindestens 50 von maximal 100 Punkten zu erreichen.

Die Ausbildereignungsprüfung ist bestanden, wenn Sie sowohl den schriftlichen als auch den praktischen Teil der Prüfung bestanden haben.

Die Inhalte der AEVO Prüfung sind bundesweit einheitlich geregelt und der Ausbilderschein wird berufs- und branchenunabhängig in ganz Deutschland anerkannt.

Berufsbild des Ausbilders

Als Ausbilder tragen Sie eine wichtige Rolle im Unternehmen und auch für die Gesellschaft im Allgemeinen.

Gut ausgebildete Mitarbeiter sind wettbewerbsentscheidende Faktoren und für den Erfolg eines Unternehmens von enormer Bedeutung.

Sie sind dafür zuständig und verantwortlich, die Fachkräfte von morgen auszubilden und auf deren zukünftiges Berufsleben vorzubereiten.

Damit sind Sie als Ausbilder im Unternehmen von hoher Bedeutung und tragen maßgeblich zur Unternehmensentwicklung und dem Unternehmenserfolg bei.

Ihre Auszubildenden werden von Ihnen über die gesamte Ausbildungsdauer begleitet und Sie stehen diesen als Unterstützer und Berater zur Seite.

Es liegt in Ihrer Verantwortung, dem Auszubildenden die vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte zu vermitteln und ihn bestmöglich dabei zu unterstützen, das Ausbildungsziel zu erreichen.

Zu typischen Aufgaben und Tätigkeiten eines Ausbilders gehören:

  • Erstellung von Ausbildungsplänen
  • Planung und Durchführung von Unterweisungen
  • Kontrolle der Ausbildungsnachweise
  • Durchführung von Bewertungen und Beurteilungsgesprächen
  • Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
  • Erstellung von Ausbildungszeugnissen
  • Mitwirkung an der Einstellung von neuen Auszubildenden
  • Funktion als Berater, Unterstützer, Vorbild, Motivator und Führungspersönlichkeit gegenüber den Auszubildenden

Als Ausbilder sollten Sie einige wichtige Schlüsseleigenschaften und -kompetenzen mitbringen.

Dazu gehören vor allem Einfühlungsvermögen, Führungskompetenz, Fairness, Kritikfähigkeit, Pflichtbewusstsein oder die Fähigkeit, Wissen zu vermitteln und weiterzugeben.

Sie müssen nicht alles direkt können.

In der Ausbildung der Ausbilder werden Sie auf alle Inhalte vorbereitet und viele Kompetenzen werden sich zusätzlich mit steigender Praxiserfahrung (weiter-)entwickeln.

Mehr zum Thema:
Ausbilder werden
Ausbilder-Eignung Selbsttest

Gehalt als Ausbilder

Das Gehalt eines Ausbilders ist abhängig von Branche, Unternehmensgröße und Berufserfahrung.

Laut Erhebungen und Statistiken verdienen Ausbilder in Deutschland im Schnitt rund 3.900 Euro brutto im Monat.

Gehalt als Ausbilder
Quelle: gehalt.de

Bei der Betrachtung des Gehalts nach Berufserfahrung liegt das Gehalt bei unter 3 Jahren Berufserfahrung bei rund 3.200 Euro brutto und steigt bei mehr als 9 Jahren Berufserfahrung auf mehr als 3.900 Euro brutto bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden.

Gehalt als Ausbilder nach Berufserfahrung
Quelle: gehalt.de

AdA: Fragen und Antworten

Was ist die Ausbildung der Ausbilder?

Die Ausbildung der Ausbilder ist eine Fortbildung, die alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, um Auszubildende im Unternehmen ausbilden zu dürfen. Am Ende der Ausbildung der Ausbilder steht die Ausbildereignungsprüfung, durch deren Bestehen der Ausbilderschein erworben wird.

Was kostet die Ausbildung der Ausbilder?

Je nach Lehrgangs-Anbieter kostet die Ausbildung der Ausbilder zwischen 400 € und 800 €. Hinzu kommen die Prüfungsgebühren der Kammern von ca. 200 bis 300 € (je nach Kammer) und Kosten für evtl. benötigte Lernmaterialien.

Was ist der beste Lehrgang für die Ausbildung der Ausbilder?

Der Online-Ausbilderkurs der AEVO Akademie bereitet Sie umfassend auf die Ausbildung der Ausbilder und die AEVO Prüfung vor. Sie lernen dabei komplett flexibel und sind nicht an feste Zeiten gebunden. Für eine gezielte und umfassende Prüfungsvorbereitung erhalten Sie eine individuelle und persönliche Unterstützung.

Welche Voraussetzungen werden für die Ausbildung der Ausbilder benötigt?

Für die Ausbildung der Ausbilder gibt es keine Voraussetzungen. Sie ist bundesweit einheitlich und branchenunabhängig geregelt und jeder kann sich zur Ausbildereignungsprüfung anmelden und den Ausbilderschein machen.

Ausbildung der Ausbilder Fazit

Nun wissen Sie Bescheid, was es mit der Ausbildung der Ausbilder auf sich hat und welche wichtigen Aufgaben Ausbilder für Unternehmen und unsere Gesellschaft haben.

Wenn Sie es nun ebenfalls Ausbilder werden und den Ausbilderschein machen wollen, dann melden Sie sich für unseren erfolgserprobten Online-Ausbilderkurs an und starten noch heute mit Ihrer AdA-Vorbereitung.

Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich jederzeit kontaktieren – wir beraten Sie gerne!

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