Die besten Tipps für mündliche (praktische) AEVO Prüfung

Tipps praktische mündliche Prüfung AEVO
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In der mündlichen (praktischen) AEVO Prüfung haben Sie die Wahl entweder eine Präsentation zu einem Ausbildungsthema zu halten oder eine Unterweisung mit einem „Auszubildenden“ durchzuführen.

Welches die typischen Fehler beider Varianten sind und wie Sie diese vermeiden, möchten wir Ihnen in diesem Artikel zeigen.

Erfahren Sie, wie Sie Ihren Ausbilderschein mit maximaler Zeitersparnis erlangen und dabei komplett flexibel und ohne Stress in angenehmer Atmosphäre lernen.

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Für welche der beiden Möglichkeiten Sie sich entscheiden sollten, haben wir bereits hier beschrieben.

Ganz egal wie Ihre Entscheidung ausfallen mag, beide Varianten bergen Fehlerpotentiale, die es für Sie in der Prüfung zu vermeiden gilt.

Möchten Sie sich zuerst allgemein über das Thema Ausbilder informieren, lesen Sie unseren Artikel zum Thema AEVO Prüfung und Ausbilderschein.

AEVO Prüfung: Typische Fehler bei der Präsentation

Präsentation mit PowerPoint zu „bunt“

Der Klassiker auf den die meisten Prüflinge bei der praktischen AEVO Prüfung zurückgreifen, wenn sie sich für eine Präsentation entschieden haben, ist PowerPoint.

Ein typischer Präsentationsfehler, den Sie unbedingt bei Ihrer PowerPoint-Präsentation vermeiden sollten:

Die Präsentation wirkt zu bunt, verspielt oder überladen.

Ein Bild hier, ein Bild da…jede Folie mit eigenen Effekten und Animationen!

Genau DAS wollen die Prüfer in der praktischen Prüfung zum Ausbilderschein NICHT von Ihnen sehen.

Es kommt NICHT auf die Gestaltung Ihrer Präsentation an, sondern maßgeblich auf den Inhalt.

Dennoch soll das nicht bedeuten, dass Sie einfach nur ein paar Sätze auf die einzelnen PowerPoint Folien schreiben sollten und es damit dann getan ist.

Eine gewisse anspruchsvolle Optik sollte die Präsentation schon hergeben.

Für den Aufbau von atemberaubenden PowerPoint Präsentation – nicht nur für die AEVO Prüfung gedacht – legen wir Ihnen von Herzen das Prinzip ZEN nahe.

ZEN ist ein Präsentationsstil, der darauf abzielt, Präsentation so schlicht aber so einprägsam wie möglich zu gestalten und den Sprecher in den Fokus stellt.

Eine absolute Pflichtlektüre zu diesem Thema ist das Buch „Zen oder die Kunst der Präsentation: Mit einfachen Ideen gestalten und präsentieren“ (Link zum Buch).

Keine Verwendung von Medienbrüchen

Auch wenn sich PowerPoint bei Präsentation (wahrscheinlich auch bei Ihnen) sehr beliebt ist, sollten Sie auf eine reine PowerPoint Präsentation verzichten.

Eine Präsentation macht sich immer gut, wenn darin Medienbrüche vorkommen.

Bauen Sie beispielsweise gezielt die Verwendung von anderen Medien ein.

Zum Beispiel Plakate oder ein Flipchart, auf dem Sie etwas aufzeichnen oder skizzieren.

Die Verwendung von Medienbrüchen lockert eine Präsentation auf und sorgt für willkommene Abwechslung – Ihre Zuhörer werden es Ihnen danken.

Vortrag Power Point

Achten Sie auf Ihren Präsentationsstil

Das Sie höchstwahrscheinlich bei der Prüfung etwas angespannt und nervös sind, ist selbstverständlich und total normal.

Auch die Prüfer wissen das und werden Ihnen Ihre Aufregung ganz bestimmt verzeihen.

Wenn Sie sich gut vorbereiten – und dabei helfen wir Ihnen mit der AEVO Akademie – dann haben Sie allerdings keinen Grund dazu, angespannt zu sein.

Wir wissen…das ist leichter gesagt als getan!

Natürlich waren auch wir bei unseren Prüfungen etwas nervös.

Das blöde an der Nervosität ist leider, dass man beim Sprechen und Halten von Präsentationen automatisch (und meist völlig unbewusst) dazu neigt, unruhig und sehr schnell zu reden.

Dabei verhaspelt man sich gerne und redet für den oder die Zuhörer oftmals sehr undeutlich.

Achten Sie auf Ihre Aussprache und den Präsentationsstil.

Versuchen Sie langsam und ruhig zu sprechen, damit Sie die Prüfer gut verstehen können.

Wenn wir bei unseren Präsentationen nervös sind und denken, dass unsere Zuhörer bei dem Sprechtempo fast einschlafen müssten, dann ist das Tempo meist genau richtig 🙂

Holen Sie vor dem Start der Prüfung noch einmal tief Luft – das wirkt Wunder!

Technikpannen und Materialmangel

Wie oft haben wir das schon erlebt oder von Berichten gehört…

Ein Prüfling bereitet eine PowerPoint-Präsentation vor und bringt diese auf einem USB-Stick mit zur Prüfung…

…um dann festzustellen, dass kein Computer und/oder Beamer zur Verfügung steht…

…oder der USB-Stick nicht funktioniert…

…oder die Präsentation gar nicht auf dem mitgebrachten USB-Stick gespeichert ist, sondern auf dem der zu Hause auf dem Schreibtisch liegt.

Beamer

Das ist natürlich sehr sehr ärgerlich und kommt verständlicherweise überhaupt nicht gut an.

Dass die Prüfung mit solchen Pannen nur schwer zu bestehen ist (sofern man die Präsentation überhaupt halten kann), sollte wohl jedem klar sein.

So einen Vorfall sollten Sie unbedingt vermeiden!

Es ist nicht selbstverständlich, dass am Prüfungsort (meist in den Räumen einer IHK) alle möglichen Medien und Materialien zur Verfügung stehen.

Also Computer oder Notebook, Beamer, Tageslichtprojektor, Flipchart, Stecknadeln, Stifte, Post Its, Folien usw.

Stellen Sie einige Tage VOR der Prüfung unbedingt eine Liste aller Dinge und Materialien auf, die Sie für die Prüfung benötigen und fragen Sie gezielt bei der Prüfungsstelle (in der Regel der IHK) nach, ob alles zur Verfügung steht und Ihnen bereitgestellt wird.

Falls nicht müssen Sie die benötigten Dinge selbst organisieren und zur Prüfung mitbringen.

Testen Sie alle Ihre Materialien vor dem Prüfungstag unbedingt auf deren Funktion.

Falsche Zeitplanung

Viele Prüflinge glänzen leider immer wieder mit einer falschen Zeitplanung und vergessen beim Präsentieren völlig die Uhr.

Die Zeitdauer für Ihre Präsentation beträgt 15 Minuten.

Nicht 20 Minuten und auch keine 10 Minuten!

Das ist sehr wichtig und es macht einen schlechten Eindruck, wenn Sie bereits 5 Minuten früher aufhören oder Sie die Prüfer unterbrechen müssen, weil Sie bereits 5 Minuten überzogen haben und immer noch nicht den Anschein machen, zum Ende zu kommen.

Die beste Maßnahme, damit Ihnen das nicht passiert, ist es, Ihre Präsentation im Vorfeld als Übung wirklich zu präsentieren.

Und die Zeit dabei zu stoppen – mit Stoppuhr oder Smartphone zum Beispiel.

So können Sie überhaupt erst einschätzen, wie viel Zeit Sie wirklich benötigen und Ihre Präsentation anhand Ihrer Erkenntnisse eventuell noch einmal anpassen.

So viel zu den Fehlern, die Sie bei der Präsentation vermeiden sollten.

Schauen wir uns doch nachfolgend an, worauf Sie bei der Unterweisung in der praktischen AEVO Prüfung achten sollten.

AEVO Prüfung: Typische Fehler bei der Unterweisung

Falsche Wahl des Themas

Ein gutes und passendes Thema, zu dem Sie Ihre Unterweisung durchführen, ist bereits die halbe Miete.

Die IHK macht Ihnen hierzu KEINE Vorgaben.

Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele Prüflinge mit Themen daherkommen, die sich ganz und gar nicht für eine Prüfung eignen, da sie viel zu komplex und zu kompliziert sind.

Und zudem ist es oftmals unmöglich diese innerhalb der Zeitvorgabe von 15 Minuten zu behandeln.

Generell sollten Sie sich bei der Wahl des Themas an der Ausbildungsordnung Ihres Ausbildungsberufes orientieren.

Dort sind die Ausbildungsinhalte für die jeweiligen Ausbildungsberufe definiert.

Die Ausbildungsordnung für Ihren Beruf finden Sie im Internet, besuchen Sie dazu einfach die Webseite des Bundesinstituts für Berufsbildung.

Außerdem sollte das Thema NICHT zu komplex sein.

Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass Sie Ihre Unterweisung mit jemandem durchführen müssen, der aus einer ganz anderen Fachrichtung kommt und von Ihrem Thema keine Ahnung hat.

Beispielsweise einem anderen Prüfling oder einem Prüfer selbst.

Das sollten Sie bei der Planung bzw. Konzeption Ihrer Durchführung unbedingt beachten – auch was das Thema selbst angeht.

Am besten eignen sich daher Themen aus dem 1. Ausbildungsjahr.

Diese erfordern in der Regel noch kein fundiertes Vorwissen.

Glühbirne Pinnwand

Unpassender Einstieg

Die meisten Prüflinge führen eine Unterweisung nach der Vier-Stufen-Methode durch.

In unserem Artikel „Erklärung der Vier-Stufen-Methode“ stellen wir Ihnen die Unterweisungsmethode vor und geben Praxistipps.

Ein Fehler der häufig gemacht wird:

Es gibt keine oder eine viel zu kurze Einführung, d.h. es wird direkt ins Thema eingestiegen.

Ziel der ersten Stufe ist es aber, dem Auszubildenden mit etwas Smalltalk zum Einstieg erst einmal die Nervosität zu nehmen und sich auf einer Ebene zu treffen.

Des Weiteren wird langsam auf das Thema hingeführt und die Lernziele der Unterweisung aufgezeigt.

So weiß der Auszubildende, was ihn erwartet und er kann sich darauf einstellen.

Denken Sie daran eine angemessene Einführung (Stufe 1 der Vier-Stufen-Methode) zu machen – darauf achten die Prüfer besonders!

Unterweisung wirkt wie ein Monolog

Natürlich wollen Sie den Prüfern während Ihrer Prüfung zeigen, was für ein toller Ausbilder Sie sind und was Sie alles auf dem Kasten haben.

Eine Unterweisung nach der Vier-Stufen-Methode lebt aber gerade davon, dass es Dialog zwischen Ausbilder und Auszubildenden entsteht.

Das heißt, dass es auch Phasen gibt, in denen der Auszubildende die Hauptperson ist und Fragen stellen kann und das Gelernte SELBST durchführt bzw. wiedergibt.

Achten Sie daher darauf, dass Ihre Unterweisung nicht zum Monolog wird und Ihr Auszubildender eine ebenso große Rolle spielt wie Sie.

Dazu gehört auch, dass Sie dem Auszubildenden nicht ständig ins Wort fallen, sondern ihn auch ausreden und selbst zu Wort kommen lassen!

Unterweisung wirkt wie ein Theaterstück

Manche IHKs erlauben es, zur Prüfung einen „eigenen Auszubildenden“ mitzubringen.

Also eine Person, die Ihren Azubi „spielt“ und mit der Sie die Unterweisung durchführen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie das auf jeden Fall vor der Prüfung bei deiner IHK abklären und sich informieren.

Das Mitbringen einer Person ist Chance und Gefahr zugleich.

Natürlich gibt es Ihnen die Möglichkeit, bereits im Vorfeld die Durchführung der Unterweisung genauestens vorzubereiten und mit der Person zu üben.

Gleichzeitig besteht genau dadurch das Risiko, dass Ihre Prüfung wie ein Theaterstück wirkt.

Das sollten Sie tunlichst vermeiden, da das keinen guten Eindruck auf die Prüfer vermittelt.

Benötigtes Material fehlt

Diesen Punkt haben wir bereits weiter oben bei der Präsentations-Variante erwähnt.

Doch er ist natürlich genauso auch für die Unterweisung relevant.

Auch hier gilt:
Erstellen Sie eine Liste aller benötigten Materialien für deine Unterweisung und fragen Sie bei der IHK nach, welche Materialien vor Ort vorhanden sind.

Für die Zusammenstellung und das Mitbringen der restlichen Dinge sind Sie selbst verantwortlich.

Es macht keinen guten Eindruck, wenn benötigtes Material nicht vorhanden ist und setzt Sie unter Druck, da Sie Ihr Konzept unter Umständen spontan in der Prüfung umändern musst.

Falsche Zeitplanung

Auch dieser Punkt ist für die Unterweisung ebenso gültig.

Achten Sie auf Ihre Zeiteinteilung und vermeiden Sie es nach Möglichkeit die vorgegebenen 15 Minuten unter- oder überzuschreiten.

Sanduhr Uhr pink

Ein umfangreicher Artikel, bei dem wir hoffen, dass Sie einige Punkte für Ihre anstehende Prüfung mitnehmen können.

Fallen Ihnen vielleicht sogar noch andere Punkte ein?

Wie lief es in Ihrer Prüfung?

Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen, damit wir unsere Liste noch ergänzen können und gemeinsam zukünftigen AEVO-Prüflingen weiterhelfen können!